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In unserer Gemeinde sind alte Menschen willkommen
Es ist ein verbreitetes Vorurteil, Kirche sei etwas für alte Menschen. Auf unsere Gemeinde trifft dieses Klischee jedenfalls nicht zu. Weder im Gottesdienst noch in den Kreisen sind "die Alten" bei uns in der Überzahl, im Gegenteil. Seit Jahren ist gerade die Zahl älterer Menschen mit Kontakt zur Gemeinde rückläufig. Das gilt auch für die Zahl kirchlicher Bestattungen.
Hemmschwellen
Woran liegt dieses Desinteresse an "Kirche"? Die Gründe sind vielfältig. Was wir erleben, ist die Folge einer öffentlichen Meinung, die Glaubensfragen ganz in die private Sphäre verbannt und damit vom alltäglichen Leben abtrennt. Daher existiert eine große Hemmschwelle, zur Kirche oder in die Gemeinde zu kommen.
Was können wir tun?
Das erste ist der persönliche Kontakt, der Menschen für die Gemeinde interessiert. Pfarrer und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben hier aber nur begrenzt Kapazitäten. Möglichkeiten zu einem zwanglosen Kennenlernen bieten die Tagesausflüge, die in regelmäßigen Abständen stattfinden, und natürlich die Gemeindefeste. Sie gehören zu den wenigen Gelegenheiten, bei denen Menschen aller Generationen zusammenkommen.
Gerade das Alter bietet die Chance, das eigene Leben im Rückblick zu ordnen unter dem Aspekt der Führung Gottes. Nichts anderes geschieht in den biblischen Geschichten, die ja nicht Vergangenes berichten wollen, sondern von der verborgenen Gegenwart Gottes sprechen.
Wir laden nicht nur in der Bibelstunde zu diesem persönlichen Nachdenken ein.
Pfarrer Dr. Andreas Fuhr
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