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MONATSSPRUCH

Mai
Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!
(Sprüche 31,8)

Juni
Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
(Apostelgeschichte 14, 17)

Juli
Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir.
(Apostelgeschichte 18, 9.10)

JAHRESLOSUNG
2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
(Hebräer 13, 14)


 
Abbildung: Archiv Zwölf Apostel
Abbildung: Archiv Zwölf Apostel
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Übergangskirche vor 1870
 

Von der Gründung bis zur Gegenwart

Im Jahr 1860 fielen Ackerflächen im Norden der damals selbständigen Stadt Schöneberg an Berlin, die Bevölkerungszahlen stiegen sprunghaft – Gründe für die Ausgliederung eines selbständigen Pfarrbezirks aus der Alt-Schöneberger Gemeinde im Jahr 1863. Bereits 1864 fanden die ersten Gottesdienste in einer kleinen Kapelle, später in einer Übergangskirche aus Holz, statt. Auch erwarb die Gemeinde einen eigenen Kirchhof, der heute zu den kulturhistorisch bedeutsamsten Berlins zählt.

Mit finanzieller Hilfe der Nachbargemeinde St. Matthäus und aus öffentlichen Mitteln (der König und spätere Kaiser hatte das Patronat übernommen) konnte schließlich die Zwölf-Apostel-Kirche nach Plänen des Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler errichtet und 1874 der Bestimmung übergeben werden. Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der Gemeindemitglieder auf 70.000 an. Nun wurde von Zwölf Apostel aus durch Errichtung der Lutherkirche am Dennewitzplatz 1895 eine weitere Tochtergemeinde gegründet.

Die Geschichte der Gemeinde spiegelt die folgenden wechselhaften Jahrzehnte deutscher und Berliner Geschichte wider; so nahm beispielsweise die Armenversorgung einen breiten Raum ein.

Foto: Schult de Morais/diálogo
© Schult de Morais/diálogo
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Die Zwölf-Apostel-Kirche wurde wie das Pfarrhaus 1871 bis 1874 erbaut. Links: Gemeindezentrum aus den 1960er Jahren.
 

Der Nationalsozialismus bringt auch in den eigenen Reihen heftige Auseinandersetzungen zwischen "Deutschen Christen" und Bekennender Kirche, die mit Pfarrer Kurtz einen herausragenden Vertreter in der Gemeinde findet. In dessen Wohnung entstehen ab 1938 eine Hilfseinrichtung für verfolgte "Nicht-Arier" und eine Schule für "nicht-arische christliche Kinder".

Die Evangelische Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde bildet heute eine typische Großstadtgemeinde im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg: gewachsener Kiez, hohe Fluktuation, soziale Brennpunkte, eher "kirchenferne Tradition".

Ihr Einzugsbereich hat sich durch Eingliederung der Nachbargemeinde St. Matthäus im Jahr 2000 weiter vergrößert: auf etwa 4.300 Mitglieder und ein Gebiet, das neben den bislang hauptsächlich im Bezirk Schöneberg gelegenen Arealen auch große Bereiche des Tiergartens von der Siegessäule bis zum Bundeskanzleramt, einschließlich Kulturforum und Teilen des Diplomaten- und Regierungsviertels umfaßt.

 
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