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Amelia Boynton-Robinson Amelia Boynton-Robinson wurde 1911 im US-Staat Georgia geboren.
Sie stand am 7. März 1965, der als "Blutsonntag" in die Geschichte eingegangen ist, in erster Reihe der friedlichen Demonstranten, die von Selma, Alabama, in die Hauptstadt Alabamas, Montgomery, marschieren wollten, um für das Wahlrecht der farbigen Bürger zu demonstrieren. Die Marschierer wurden an der Edmund Pettus Brücke in Selma von der Polizei aufgehalten und niedergeprügelt. Amelia Boynton-Robinson wurde dabei so schwer geschlagen, daß sie für tot gehalten wurde. Der Marsch erregte in den USA und international großes Aufsehen, die Bürgerrechtsbewegung erhielt daraufhin national und international großen Zulauf und Unterstützung.
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| © Schult de Morais/diálogo |
Amelia Boynton-Robinson in Berlin, März 2003 |
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Amelia Boynton-Robinsons Kampf für die Bürgerrechte reicht weit in die Zeit vor 1965 zurück. Gemeinsam mit ihrem Ehemann S. W. Boynton kämpfte sie seit den dreißiger Jahren für das Wahlrecht und für das Recht auf Grundbesitz für Schwarze in den ärmsten Regionen Alabamas. Sie war damals als "Home Demonstration Agent" (Hauswirtschaftsberaterin) für das amerikanische Landwirtschaftsministerium tätig.
In den sechziger Jahren wurde Amelias Haus zur Zentrale des Bürgerrechtskampfes
in Selma. Dr. Martin Luther King sowie Kongressabgeordnete und Anwälte
planten hier die Demonstrationen, die später
zur Unterzeichnung des "Voting Rights Acts" (Wahlgesetz) durch den
amerikanischen Präsidenten führten.
Im Juli 1990 wurde Amelia Boynton-Robinson für ihren lebenslangen Kampf für die Bürgerrechte die Martin Luther King Jr. Freiheitsmedaille verliehen.
Die Erfahrungen des Bürgerrechtskampfes hat Frau Boynton-Robinson in ihrem Buch "Bridge Across Jordan" festgehalten, das Ende 2000 auch in deutscher Übersetzung erschienen ist. Sie ist auch Autorin des Theaterstücks "Through the Years".
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| © Schult de Morais/diálogo |
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Auch heute, inzwischen über neunzigjährig, ist sie aktiv im Einsatz zur Verteidigung der Bürgerrechte und des Wahlrechts und unternimmt zahlreiche Vortragsreisen.
Amelia Boynton-Robinson sprach am 28. März 2003, 19.00 Uhr, im Gemeindezentrum Zwölf Apostel: "Nein zum Krieg – eine Stimme des anderen Amerika" (Foto rechts).
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