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Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!
(Sprüche 31,8)

Juni
Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
(Apostelgeschichte 14, 17)

Juli
Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir.
(Apostelgeschichte 18, 9.10)

JAHRESLOSUNG
2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
(Hebräer 13, 14)


 
D. C. A. L. Büchsel (Abb.: Archiv St. Matthäus)
Archiv St. Matthäus
D. Carl Albert Ludwig Büchsel (1803–1889)
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Rundgang über unsere historischen Kirchhöfe

D. Carl Albert Ludwig Büchsel
Alter Sankt-Matthäus-Kirchhof, Sektion C1/Nr. 21

Am 2. Mai 1803 in Schönfeld bei Prenzlau geboren, wurde D. Carl Albert Ludwig Büchsel nach theologischen Studien und Vikariatsjahren zunächst Pfarrer in seiner Heimatstadt als Nachfolger seines Vaters, ehe man ihn nach Brüssow zum Superintendenten beförderte, nahe der Domäne des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Hier hat er rund 20 Jahre gewirkt und in seinen späteren Schriften "Erinnerungen aus dem Leben eines Landgeistlichen" niedergelegt. Dieses Buch, eher theologisch als biografisch, wurde lange Zeit gern gelesen und galt als Leitfaden praktischer evangelischer Theologie.

Unerwartet für ihn kam 1846 das Angebot, die Pfarrstelle an der gerade fertig gestellten Kirche St. Matthäus in Berlin zu übernehmen. Büchsel wollte dem Ruf nicht folgen, er sei als Landpastor zu simpel für die Großstadt, nahm die Wahl dann aber doch an und wurde wegen seiner Predigten schnell bekannt und beliebt. König Wilhelm I. ernannte ihn zum Hofprediger. 1853 betraute man ihn mit der Generalsuperintendentur der Neumark und Niederlausitz, ohne auf sein Predigeramt an St. Matthäus zu verzichten.

Büchsels Grab (Foto: Schult de Morais/diálogo)
© Schult de Morais
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren) Büchsels Grab auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof 
 

In Neudamm (Kreis Königsberg-Neumark) ließ er ein getreues Abbild der St.-Matthäus-Kirche anstelle der baufällig gewordenen alten Kirche errichten, die – im Gegensatz zu ihrer "Mutter" – im Krieg nicht zerstört worden ist. Auch die durch Zuzug erforderlich gewordene Abzweigung der Schöneberger Glieder und der Neubau der Zwölf-Apostel-Kirche gehen auf Büchsel zurück.

Reich dekoriert, zum Beispiel mit dem Ritterkreuz des Hausordens der Hohenzollern und der theologischen Ehrendoktorwürde, trat er nach 38 Jahren Predigertätigkeit an St. Matthäus im Alter von 81 Jahren in den Ruhestand. "Aus dem Berliner Amtsleben" war seine letzte Schrift, ehe er am 14. August 1889 verstarb und auf dem St.-Matthäus-Kirchhof beigesetzt wurde.

Dieter Grunwald, in "Zwölf Apostel" Nr. 3

 
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