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D. Carl Albert Ludwig Büchsel (1803–1889)
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Rundgang über unsere historischen Kirchhöfe
D. Carl Albert Ludwig Büchsel
Alter Sankt-Matthäus-Kirchhof, Sektion C1/Nr. 21
Am 2. Mai 1803 in Schönfeld bei Prenzlau geboren, wurde D. Carl Albert Ludwig Büchsel nach theologischen Studien und Vikariatsjahren zunächst Pfarrer in seiner Heimatstadt als Nachfolger seines Vaters, ehe man ihn nach Brüssow zum Superintendenten beförderte, nahe der Domäne des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Hier hat er rund 20 Jahre gewirkt und in seinen späteren Schriften "Erinnerungen aus dem Leben eines Landgeistlichen" niedergelegt. Dieses Buch, eher theologisch als biografisch, wurde lange Zeit gern gelesen und galt als Leitfaden praktischer evangelischer Theologie.
Unerwartet für ihn kam 1846 das Angebot, die Pfarrstelle an der gerade
fertig gestellten Kirche St. Matthäus in Berlin zu übernehmen.
Büchsel wollte dem Ruf nicht folgen, er sei als Landpastor zu simpel
für die Großstadt, nahm die Wahl dann aber doch an und wurde
wegen seiner Predigten schnell bekannt und beliebt. König Wilhelm I.
ernannte ihn zum Hofprediger. 1853 betraute man ihn mit der Generalsuperintendentur
der Neumark und Niederlausitz, ohne auf sein Predigeramt an St. Matthäus
zu verzichten.
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Büchsels Grab auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof |
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In Neudamm (Kreis Königsberg-Neumark) ließ er ein getreues Abbild der St.-Matthäus-Kirche anstelle der baufällig gewordenen alten Kirche errichten, die – im Gegensatz zu ihrer "Mutter" – im Krieg nicht zerstört worden ist. Auch die durch Zuzug erforderlich gewordene Abzweigung der Schöneberger Glieder und der Neubau der Zwölf-Apostel-Kirche gehen auf Büchsel zurück.
Reich dekoriert, zum Beispiel mit dem Ritterkreuz des Hausordens der Hohenzollern und der theologischen Ehrendoktorwürde, trat er nach 38 Jahren Predigertätigkeit an St. Matthäus im Alter von 81 Jahren in den Ruhestand. "Aus dem Berliner Amtsleben" war seine letzte Schrift, ehe er am 14. August 1889 verstarb und auf dem St.-Matthäus-Kirchhof beigesetzt wurde.
Dieter Grunwald, in "Zwölf Apostel" Nr. 3
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