Geschichte der GemeindeInterreligiöser DialogKirchhöfe
Musik in Zwölf ApostelMittwochs-InitiativeEhrenamt
Aktuell Öffnungszeiten Grabstätten und Gebühren Trauerfeiern und Beisetzungen Grabpflege Gesichter
KalenderRegelmäßige Termine

MONATSSPRUCH

Mai
Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!
(Sprüche 31,8)

Juni
Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
(Apostelgeschichte 14, 17)

Juli
Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir.
(Apostelgeschichte 18, 9.10)

JAHRESLOSUNG
2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
(Hebräer 13, 14)


 
Rundgang über unsere historischen Kirchhöfe

Jacob und Wilhelm Grimm
Alter Sankt-Matthäus-Kirchhof, Sektion F-s-1/4

Wilhelm Grimm (Abb.: Landesarchiv Berlin)
Landesarchiv
Wilhelm Grimm
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)  
 
Jacob Grimm (Abb.: Landesarchiv Berlin)
Landesarchiv
Jacob Grimm
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)
 

Wilhelm Grimm (geb. 24.2.1786 in Hanau, gest. 16.12.1859 in Berlin) und Jacob Grimm (geb. 4.1.1785 in Hanau, gest. 20.9.1863 in Berlin) stammen aus einer reformierten, althessischen Beamten- und Pastorenfamilie, sie studierten seit 1802 in Marburg die Rechte. Ihr nur wenig älterer Lehrer und Freund F. K. von Savigny weckte das wissenschaftliche Denken der Brüder und brachte sie auf den einheitlichen Ursprung aller Kultur aus dem Leben des Volkes. Durch ihn lernten sie Achim von Arnim und Clemens von Brentano kennen und gewannen sie als Freunde, die ihnen Zugang zur Welt der Romantik eröffneten. Jacob Grimm trat 1806 in den hessischen Staatsdienst und wurde 1808 Privatbibliothekar des Königs.

In dieser Zeit forschten die Brüder in den Quellen der "Vaterländischen Vergangenheit" und arbeiteten an der "Zeitschrift für Einsiedler" mit, die Arnim herausgab. 1812 veröffentlichten die Brüder Grimm den ersten Band der Kinder- und Hausmärchen als Gegenstück zu "Des Knaben Wunderhorn" ihrer Freunde Arnim und Brentano. 1816 folgten die "Deutschen Sagen".

Jacob Grimm nahm als Legationssekretär vorübergehend am Wiener Kongress teil und weilte zweimal in Paris, um geraubte Handschriften zu ermitteln und zur ückzufordern. Ab 1816 arbeiteten die Brüder als Sekretär und Bibliothekar in Kassel. Während Wilhelm mehr im germanistischen Fachbereich blieb (1821 erschien sein Buch über "Die Runen" und 1829/30 sein Hauptwerk "Die Deutschen Heldensagen"), beschäftigte sich Jacob mit dem Wissen vom Deutschtum (vier Bände "Deutsche Grammatik" 1819/37) und legte damit den Grund für die künftige Sprachwissenschaft.

1830 folgten die Brüder einer Berufung als Professoren und Bibliothekare an die Göttinger Universität, wo es 1837 zum Eklat kam: Als der König von Hannover einseitig das Staatsgrundgesetz aufhob, auf das auch die Professoren ihren Eid geleistet hatten, protestierten sieben Professoren dagegen – eine Frage des Gewissens für Jacob Grimm – und wurden aus ihren Lehrämtern entlassen. Die Protestschriften der Brüder Grimm und Dahlmanns ri man sich aus den H ss änden, ein Verein wurde gegründet, der den Entamteten ihr Gehalt weiterzahlte. Die Erregung war groß, sogar bei den süddeutschen Staaten, die beim Bund die Rücknahme des Verfassungsbruchs forderten.

Gräber Grimm (Foto: Dieter Grunwald)
© Dieter Grunwald
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Die Gräber auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof
 

Dem Drängen Bettina von Arnims folgend, berief König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Brüder Grimm als Mitglieder der Akademie nach Berlin, wo sie auch das Recht hatten, Vorlesungen zu halten. Inzwischen arbeiteten sie am "Deutschen Wörterbuch", von dem Jacob drei, Wilhelm einen Band schrieb; das Werk erschien 1861. Auf Vorschlag Uhlands wurde Jacob zum Präsidenten der ersten deutschen Germanistenversammlung gewählt, 1848 gehörte er der deutschen Nationalversammlung an.

Als Lebenswerk der Brüder Grimm gilt "Die wissenschaftliche Entdeckung und Darstellung der dt. Nationalität in ihrem geschichtlichen Werden" (12 Bände).

Dieter Grunwald, in "Zwölf Apostel" Nr. 4

 
nach oben
 

UNSERE KIRCHHÖFE

Kirchhofsverwaltung
Magret Burhoff
Tel (0 30) 7 81 18 50
Fax (0 30) 7 88 34 35
kirchhoefe@zwoelf-apostel-berlin.de
Bestattungsannahme
Susanne Tietz
tietz@zwoelf-apostel-berlin.de

Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
Kolonnenstraße 24–25
10829 Berlin

Neuer Zwölf-Apostel-Kirchhof
Werdauer Weg 5
10829 Berlin

Alter St.-Matthäus Kirchhof
Großgörschenstraße 12–14
10829 Berlin
LAGEPLÄNE »

 

FORMULARE

Übertragung des Nutzungsrechtes »
Anmeldung einer Führung »
Anmeldung einer Bestattung und Kostenübernahmeerklärung »
Kontaktformular für Grabpflegeleistungen »
Grabmalantrag »

Auszug Friedhofsgesetz »
Friedhofsgebührenordnung
2007 »

DOWNLOAD

Alter St.-Matthäus-Kirchhof
Faltblatt mit Kurzinformationen
englisch/deutsch

Download »