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Dezember
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2014
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(Psalm 73,28)


 

Rundgang über unsere historischen Kirchhöfe

Johann Friedrich Drake
Alter Sankt-Matthäus-Kirchhof, Feld D, Ehrengrab

Foto: Schult de Morais/diálogo)
© Schult de Morais
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Grabstein auf dem Alten Sankt-
Matthäus-Kirchhof
 

Heuer jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal: Johann Friedrich Drake, geboren am 23. Juni 1805 in Pyrmont, der, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, zu einem der renommiertesten und auch vermögenden Bildhauer des 19. Jahrhunderts aufstieg. Nachdem er die Schule absolviert hatte, erlernte er in Minden ab 1819 das Kunstdrechsler-Handwerk, in den darauf folgenden 3½ Jahren war er bei seinem Vater als Mechaniker tätig (Apparate für Bäder, Destillation u.ä.). 1824 zog es ihn nach Kassel, wo er Gehilfe in einer Werkstatt für mathematische Instrumente war.

Der Pyrmonter Hofrat Mundhenk entdeckte das Talent Drakes und empfahl ihn Christian Daniel Rauch, dem Schüler Gottfried Schadows. 1827 wurde Drake in Rauchs Atelier aufgenommen. 1829 entstand eine seiner ersten größeren Arbeiten, Madonna mit dem Kind, die er später (1834) in Marmor schuf und die von König Friedrich Wilhelm I gekauft wurde.

Eine weitere künstlerische Prägung erfuhr Drake bei seiner Italienreise 1836–37. Im Jahr 1843 heiratete Drake, der 1837 ordentliches Mitglied der Akademie der Künste wurde, Lisette Schönherr, mit der er sechs Kinder hatte. Dieser Ehe waren nur zwölf Jahre beschieden, dann starb seine Frau. 1859 ging Drake eine zweite Ehe mit der Gräfin Marie von Waldeck ein, die auch seinen Schriftverkehr übernahm. Als Mitglied des Senats der Akademie der Künste erteilte Friedrich Drake Schülern Unterricht, diese wirkten dann auch an Arbeiten mit (z. B. Alexander Calandrelli).

Drake hat ein sehr umfangreiches Werk hinterlassen, er war nicht nur sehr erfolgreich, sondern wurde auch hoch dekoriert: Ehrendoktor in Jena, Vize-Kanzler des Ordens pour le Mérite, Ritterkreuz des Ordens der Ehrenlegion durch Napoleon III, Roter Adlerorden mit Schleife, Ehrenbürger von Pyrmont. Aus der Vielzahl seiner Arbeiten, von denen im zweiten Weltkrieg einige zerstört wurden oder verschollen sind, seien erwähnt: Das Reiterstandbild Wilhelm I auf der Rheinbrücke in Köln (vorher 1867 auf der Weltausstellung in Paris gezeigt), Ludwig van Beethoven in Bonn, Friedrich Wilhelm III im Tiergarten, Friedrich der Weise in Jena, Carl-Friedrich Schinkel im Alten Museum, Nike krönt den Sieger auf der Schlossbrücke, Melanchthon-Denkmal in Wittenberg, Alexander und Wilhelm von Humboldt in Berlin und Potsdam, die Winzerin auf dem Bundesplatz, sowie viele Büsten und Reliefs.

Sein bekanntestes Werk ist vermutlich die Viktoria auf der Siegessäule, den Auftrag erhielt er 1869, feierliche Enthüllung war 1873. Drake schreibt 1871 an seine Tochter Margarethe: "Ich arbeite immer noch auf dem Gerüst und die körperliche Anstrengung ist wirklich keine Kleinigkeit für einen 66-jährigen Mann … Zu meiner Freude kann ich Dir sagen, dass ich glaube, dass dies vielleicht die schönste Arbeit ist von all meinen vorhergehenden Werken …" Die Berliner nennen die goldene Viktoria liebevoll "Goldelse".

Friedrich Drake starb am 6. April 1882 in Berlin. In Berlin-Lichterfelde, Berlin-Mahlsdorf und Berlin-Tiergarten erinnern "Drakestaßen" an diesen bedeutenden Künstler.

Lesetipp: Hermann Trost, Friedrich Drake: Leben und Werk eines Bildhauers aus Pyrmont, Stadt Pyrmont (1995). Dieter Grunwald, in "Zwölf Apostel" Nr. 15

 
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