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Druckfassung am 22.05.2013, 08.45 Uhr, von:
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Mittwochs-Initiative e. V.

Foto: Ariane Schütz
© Ariane Schütz
Feier für Drogengebrauchende und Obdachlose (2002)
 

Gegründet wurde die Mittwochs-Initiative e. V. Anfang der 90er Jahre als Ergebnis eines "Runden Tisches" aus Vertretern von Stadtteilvereinen, Bezirksämtern, Polizei und Drogenhilfeprojekten. Der Verein arbeitet seit 10 Jahren in Kooperation mit Fixpunkt e. V. ehrenamtlich in den Bereichen Drogenprophylaxe und Aids-Prävention. Das Projekt in den Räumen der Evangelischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde ist ein niedrigschwelliges Kontaktangebot für die Drogenszene Kurfürstenstraße; Ziel ist auch, die Situation für Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern.

Jeden Mittwoch von 19 bis 22 Uhr werden in den Räumen der Kirchengemeinde Spritzen getauscht, Kleidung und warme Mahlzeiten ausgegeben. Darüber hinaus bestehen Möglichkeiten der Beratung und der Weiterleitung in andere Drogenhilfeeinrichtungen. Nicht zuletzt aufgrund der weiterhin angespannten Situation rund um die Kurfürstenstraße setzt sich die Mittwochs-Initiative e. V. für neue Wege in der Drogenpolitik ein, beispielsweise für die Einrichtung von Druckräumen.

 
Warum Druckräume für unseren Kiez?

Zwischen 8.000 und 10.000 Menschen sind in Berlin schwer drogenabhängig. Gerade rund um die Kurfürstenstraße gibt es zahlreiche "öffentliche Druckräume", wie Hausflure, Spielplätze
und U-Bahnhöfe, in denen sich Drogenabhängige unter unmenschlichen Bedingungen ihre Spritze setzen. Herumliegende benutzte Spritzbestecke sind eine Dauergefährdung für die Anwohner/innen, insbesondere für Kinder. Hamburg und andere Städte haben schon vor Jahren Drogenkonsumräume eingerichtet.

Der Berliner SPD/PDS-Senat hat sich nun in seiner Koalitionsvereinbarung grundsätzlich darüber verständigt, ebenfalls solche Räume einzurichten. Drogenkonsumräume bieten Schwerstabhängigen die Möglichkeit, unter hygienisch einwandfreien Bedingungen zu konsumieren, eine Ansteckung mit HIV oder Hepatitis zu verhindern, schadensbegrenzend und letztlich auch ausstiegsfördernd tätig zu werden. Soziale Belastungen und gesundheitliche Gefährdungen der Anwohnerinnen und Anwohner werden verringert.


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