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Pfarrer Peter Weigle
"Erhalte mich durch dein Wort, dass
ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung."
(Psalm 119)
Am Rande des Taunus, im von den Römern Aquae Mattiacae
genannten Badeort, das heutige Wiesbaden und Hauptstadt des Landes Hessen, wurde er 1961 geboren: Pfarrer Peter Weigle, einziger Sohn eines mittelständischen Kleinunternehmers und einer Apothekenhelferin. Pfarrer Weigle
bietet seit November 2004 in unserer Kirche jeden ersten Donnerstag im Monat eine Andacht an, gelegentlich übernimmt er auch den Sonntagsgottesdienst. Seine Entwicklung ist für einen Pfarrer nicht gerade typisch, stammt er doch nicht aus einem Pfarrhaus oder einer religiösen Familie. Sein religiöses Interesse und seine Hinwendung zu Gott wurden in der Schule durch seinen Klassenlehrer geweckt, der ein katholischer Priester war. Mit 17 Jahren bereits machte er sein Abitur und wählte für sein Studium die Theologie. Dieses Studium führte ihn zuerst nach Mainz, dann für ein Jahr nach Austin/
Texas und zum Schluss an die Kirchliche Hochschule in Berlin-Zehlendorf, wo er auch sein Examen machte.
Im Betreuungsverein Lebenshilfe hat Peter Weigle drei Jahre Sozialarbeit für Behinderte geleistet, bevor er in Hechtsheim (Mainz) ein Vikariat begann. Hier war Weigle auch mit der Krankenhausseelsorge betraut, später an der Universitätsklinik Frankfurt/Main mit einem Spezialvikariat. 1982 schließlich wurde Peter Weigle in Liederbach/Ffm., ev. Landeskirche Hessen-Nassau, als Pfarrer ordiniert. Dieses Amt musste Pfarrer Weigle nach drei Jahren aus gesundheitlichen Gründen ruhen lassen. Er zog in die Lüneburger Heide und hat dort ehrenamtliche Arbeit in der ev. Erwachsenenbildung und der Gesundheitsvorsorge geleistet. Während dieser acht Jahre, auch im Vorstand von CALUMED, einem eingetragenen Verein für interkulturelle Studien, traditionelle und kooperative Heilweisen, begleitete er Gruppen, u.a. eine Pilgergruppe auf dem Jakobsweg durch die Schweiz. Peter Weigle brachte sich auch bei der Aids-Hilfe ein, hier war er vier Jahre im Vorstand.
Als gläubiger Mensch hat Peter Weigle gesundheitliche Probleme geduldig ertragen und überwunden, dabei half ihm auch seine Hinwendung zum Menschen. Im Gemeinde-Magazin Nr. 13 schreibt er dazu: "Christlicher Glaube hat die Möglichkeit und die Verheißung der ›Hinreise‹ (nach innen) immer betont, aber deren Bedeutung auch immer relativiert und zugleich die 'Rückreise' in die Welt und in die Verantwortung für unsere Umwelt akzentuiert, in dem Bewusstsein, dass ein Leben, das nicht mit anderen und für andere ist, seine Bestimmung und dem ihm innewohnenden Segen verfehlt."
In seiner Freizeit liest er viel und spielt gern auch einmal Doppelkopf, sorgt sich bei Sport und Training um seine Fitness. Gelegentlich trifft man ihn auch schon einmal auf einer Kunstausstellung.
Pfarrer Weigle möchte ab 2007 wieder den Dienst aufnehmen, wir wünschen ihm dazu viel Kraft und Gottes Segen.
Dieter Grunwald, in "Zwölf
Apostel" Nr. 15
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