Geschichte der GemeindeInterreligiöser DialogKirchhöfe
Musik in Zwölf ApostelMittwochs-InitiativeEhrenamt
KalenderRegelmäßige Termine

MONATSSPRUCH

Januar
Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir.
(Psalm 86, 11)

Februar
Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.
(1.Korinther 10, 23-24)

JAHRESLOSUNG
2012
Jesus Christus spricht:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
(2. Korinther 12,9)


 

IM LEBEN UND STERBEN
Worauf einer "letzten Endes" vertraut

Kennen Sie die Situation, wenn man abends im Bett liegt und nicht einschlafen kann? Zunächst fängt es ganz harmlos mit irgendeinem Gedanken an den nächsten Tag an. Alsbald aber verwandelt sich dieser Gedanke wie von selbst in eine Sorge, und aus dieser Sorge wächst sogleich wieder die nächste hervor. Immer hoffen wir dabei an einen Punkt zu gelangen, der dem Ganzen ein Ende setzt, an dem wir durch das Bedenken und Bewältigen einer vermeintlich letzten Sorge aus allen Sorgen herauskommen. Aber wenn wir die Kette unserer Sorgen konsequent zu Ende denken, dann enden wir bei dem Gedanken an den Tod. Der Tod bildet das verborgene Bindeglied in der endlosen Kausalkette der Sorge. Weil der Tod dem Menschen so sicher ist, darum erscheint ihm das Leben so ungewiss. Vom Leben des Menschen kann daher sinnvoll und glaubhaft nur reden, wer auch seinen Tod einschließt.

Der Dichter des Hiob-Buches beschreibt den Einschluss des Todes in das Leben, ebenso realistisch wie düster, so: "Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, geht auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht."
(Hiob 14,1-2)

Damit werden Leben und Sterben des Menschen in einer Fluchtlinie gesehen: In der Todessituation wird die Lebenslage des Menschen offenbar. Entsprechend ist die Todesangst des Menschen keine andere Angst als die, die ihn auch sein Leben lang beherrscht, und umgekehrt ist die Lebensangst des Menschen dieselbe Angst, die ihn auch im Angesicht des Todes überfällt. Wahre Sterbekunst und richtige Lebenskunst lassen sich daher nicht voneinander trennen. Der christliche Glaube an Gott gibt in eins Antwort auf beides, auf das Leben und auf das Sterben des Menschen.

Überlegenheit über den Tod kann der Mensch nur durch eine Kraft gewinnen, die ihm seine Lebens- und Todesangst in einem überwinden hilft – durch einen Glauben, der im Leben und Sterben durchträgt. Das aber kann allein das Vertrauen auf einen Grund sein, der unser Dasein in jedem Augenblick, im Leben wie im Sterben, umfängt und trägt. Darum bedeutet der Tod den Ernstfall des Glaubens: Worauf einer "letzten Endes" vertraut.

Heinz-Hermann Wittrowsky

 
nach oben
 

AKTUELL

das aktuelle
Gemeindemagazin
Download »

Alter St.Matthäus-Kirchhof
Kurzinformationen deutsch/englisch
Download »

Die Zwölf Apostel
Jakobus der Ältere und der Jüngere
Auf ein Wort »

Warum ich glaube
Auf ein Wort »

Konzerte
Musik in Zwölf Apostel »