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MONATSSPRUCH

Mai
Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!
(Sprüche 31,8)

Juni
Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
(Apostelgeschichte 14, 17)

Juli
Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir.
(Apostelgeschichte 18, 9.10)

JAHRESLOSUNG
2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
(Hebräer 13, 14)


 

JAHRESLOSUNG 2004 · Markus 13,31
Jesus Christus spricht: Himmel und Erde vergehen;
meine Worte aber werden nicht vergehen.

Der Optimismus zum Jahreswechsel ist nicht erst seit der Jahrtausendfeier eher einer bangen Erwartung des Kommenden gewichen. Viele haben wenig Grund voll Freude und Zuversicht ins nächste Jahr zu blicken.

"Passt" die Jahreslosung mit ihrem Weltuntergangsszenarium nicht genau zu dieser Stimmung? Ja, soll man sagen: Hoffentlich bald möge diese Welt der Ungerechtigkeit und des Elends zugrunde gehen?

Das Wort Jesu ist zu Menschen in einer Zeit der Bedrängnis gesprochen als Trost und Zuversicht, daß Gott beständig bleibt in allem Wechsel und Untergang. Dabei müssen wir gar nicht auf eine kosmische Katastrophe blicken. Wir erleben Untergang von Himmel und Erde auf vielfältige Weise: wenn ein geliebter Mensch stirbt, eine Partnerschaft zerbricht, wir die Arbeit verlieren, nicht mehr mithalten können in Tempo und Lebensstil unserer Umwelt. In alledem kann uns der Himmel einstürzen.

Es ist die Erfahrung, dass wir uns oftmals gerade in solchen Situationen an das Vergangene, Verlorene klammern und wir es festzuhalten versuchen. Die Jahreslosung lädt uns ein, in allem auf die Zukunft Gottes mit uns zu bauen als dem einzig festen Grund. Es ist unsere Aufgabe, das Leben zwischen Heil und Unheil zu gestalten, orientiert nicht an unseren Vorstellungen, sondern am Wort Gottes.

Wie viel von dem Himmel unserer Werte muss einstürzen, damit wir Gottes Wort tiefer begreifen? In diesem Sinn wird immer wieder ein Stück "Welt" in uns zerbrechen müssen, um dem Reich Gottes Platz zu machen.

Foto: Schult de Morais/diálogo

Auch das neue Jahr bietet uns mit jedem Tag die Chance der Orientierung am Unvergänglichen des Gotteswortes.

Ihr Pfarrer
Andreas Fuhr

 
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