Geschichte der GemeindeInterreligiöser DialogKirchhöfe
Musik in Zwölf ApostelMittwochs-InitiativeEhrenamt
KalenderRegelmäßige Termine

MONATSSPRUCH

Juni
Gott spricht: Suchet mich, so werdet ihr leben.
(Am 5,4)

Juli<
So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit
und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!
(Hos 12,7)

August<
Jesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen,
ich urteile über keinen.
(Joh 8,15)

JAHRESLOSUNG
2010
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich
(Johannes 14,1)


 
Foto: Andreas Kirsch
© Andreas Kirsch
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Apsisfenster der Zwölf-Apostel-Kirche (Detail)
 
OSTERN
Sieg über den Tod

Die christlichen Feste haben es schwer, sich im Bewusstsein der Menschen zu behaupten. Im geschlossenen Weltbild vergangener Zeiten hatte alles seinen Platz, der Mensch und sein Schöpfer. Die Schöpfung war das Werk Gottes und die Menschen durften in ihr leben. Zwar gab es auch das Dunkle und Unheimliche, aber die Menschen wussten, dass dies nicht das Ende ist. Es gab schwere Schuld, aber auch die Möglichkeit der Buße und die Hoffnung auf Vergebung durch Gottes Barmherzigkeit.

Dieses Weltbild ist kaputtgegangen, nicht weil die Menschen es kaputtgemacht haben, sondern weil die menschliche Erkenntnis darüber hinausgegangen ist.

Die Natur, früher das Geheimnis göttlicher Schöpfung, ist heute ein offenes Buch, in dem wir zu lesen gelernt haben und das wir vom unsichtbaren kleinsten Teil bis zu den unvorstellbaren Dimensionen des Weltraums erforscht haben und erforschen. Für Gott scheint da der Raum eng geworden zu sein, sowohl in der Schöpfung als auch über ihr. Allerdings stößt immer wieder der ernüchterte Blick an die Grenzen menschlicher Erkenntnis und Fähigkeiten. Sobald etwas Unvorhergesehenes eintritt wie die jüngste Naturkatastrophe, erhebt sich wieder die Frage nach dem Ort Gottes und damit nach seiner Gegenwart und Erfahrbarkeit. Der Tod bleibt eine unüberbrückbare Grenze. Es bleibt das Unvermögen des Menschen, Frieden zu machen und ihn zu halten. Die Flamme des Hasses erlischt nicht. Der Mensch scheint nicht mitzuwachsen mit seinem Wissen. So gibt es keine Gewähr, dass der Mensch menschlicher wird. Das ist die ungebrochene Kraft von Karfreitag, der menschlichen Realität.

Das Osterfest als Fest des Lebens hat es demgegenüber schwer. Das war seit den Anfängen so, aber zugleich war auch die Kraft des Glaubens mitten in dieser Realität wirksam und hat zur unaufhaltsamen Ausbreitung des Glaubens geführt. Von dieser Kraft leben wir bis auf den heutigen Tag.

Nähern wir uns dem Osterfest, indem wir in ihm den Sieg über den Tod feiern. Es ist dies keine Erwartung für die Zukunft, sondern Gegenwart. Kleiner darf unser Anspruch nicht sein.
Gemeinde ist der Ort, wo Raum dafür ist, uns der Spuren dieses Sieges zu vergewissern, wo unsere Hoffnungen und Ziele zusammenfließen und Form annehmen können. Überall wo das geschieht, "erfahren" wir etwas von dem, was Auferstehung meint.

Foto: Schult de Morais

Pfarrer Dr. Andreas Fuhr

nach oben
 

AKTUELL

das aktuelle
Gemeindemagazin
Download »

Alter St.Matthäus-Kirchhof
Kurzinformationen deutsch/englisch
Download »

Die Zwölf Apostel
Jakobus der Ältere und der Jüngere
Auf ein Wort »

Warum ich glaube
Auf ein Wort »

Konzerte
Musik in Zwölf Apostel »