Veröffentlicht von Bertram Boxberg am Mi., 25. Jan. 2017 15:15 Uhr

Seit letztem Oktober hängen in der Kapelle des Alten St.-Matthäus-Kirchhofs zwei großformatige Bilder der Berliner Künstlerin Sigrid Weise.


Die Fotomontagen sind der Auftakt zu Sigrid Weises dreiteiligem Friedhofsprojekt „Frauenruh“. Ausgangsmaterial für die Arbeiten sind Fotos, die die Künstlerin auf unseren Kirchhöfen aufgenommen hat. Die Fotos zeigten Grabsteine, auf denen mit der Aufschrift „Mutti“ oder „Mutter“ an die verstorbenen Frauen erinnert wird. So werden diese Frauen auch nach ihrem Tod auf ihre Rolle innerhalb der Familie reduziert. Die beiden Fotomontagen wollen für diese Thematik sensibilisieren.

Schon seit einiger Zeit beschäftigt sich Sigrid Weise künstlerisch mit einer sich wandelnden Trauerkultur in der Großstadt Berlin. Themen wie Vergänglichkeit, aber auch Identität spiegeln sich in ihrer Kunst wieder. Vor zwei Jahren waren auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof Bilder des Projektes „Schöner Schein“ von Sigrid Weise zu sehen.


Die beiden Werke aus der Reihe „Frauenruh“ werden langfristiger in der Kapelle hängen, denn sie sind von der Verwaltung erworben worden.



Bertram von Boxberg
-Öffentlichkeitsarbeit-
Bildnachweis: Fotos: Helmut Kolb

Kategorien Kirchhöfe