17/02/2026 0 Kommentare
STEPHAN GRAF VON BOTHMER FILM und LIVE-MUSIK 23. Stummfilm Konzerte-Festival 2026 - DER STUDENT VON PRAG
STEPHAN GRAF VON BOTHMER FILM und LIVE-MUSIK 23. Stummfilm Konzerte-Festival 2026 - DER STUDENT VON PRAG

Film-und-Musik-Symphonien
Erleben Sie die Giganten des Stummfilms, wie Sie sie noch nie gehört haben. Bothmers Musik ist mehr als Begleitung; es ist eine psychologische Neudeutung der Filme in Echtzeit. Von intimen akustischen Texturen bis hin zu gewaltigen Klangwänden erschafft v. Bothmer an seinem CineTronium einen modernen Soundtrack, der die Seele dieser Meisterwerke freilegt und sie mit der Ausdruckskraft modernster Instrumente, der Reife von 27 Jahren Filmmusik-Komposition und der Präzision des Pianisten, ins Heute katapultiert.
Fantasy !
Das Fantasy-Genre liegt dem Stummfilm unglaublich, denn er ist dem Traum (und dem Albtraum) so nahe. Das Festival-Programm ist selbst eine Komposition: Komödien, Horror, Märchen, Abenteuer und Unmögliches – eine fein austarierte Mischung aus selten aufgeführten Meisterwerken und den großen Klassikern, inclusive zwei Berliner Premieren.
Stephan v. Bothmer interpretiert 10 Fantasy-Stummfilme radikal neu: seine Interpretationen sind schonungslos, filmmusikalisch wagt er einzigartiges und mit seinem CineTronium dringt er in neue Klangwelten vor. Freuen Sie sich auf das
23. Stummfilm-Konzerte Festival für
Film und Live-Musik
Diese Filme haben, gerade weil sie so ikonisch sind, eine mark-erschütternde Aktualität – auch in den Details. Durch v. Bothmers moderne Musik haben diese Filme auch nach 100 Jahren nichts verloren.
Das CineTronium, ist ein Keyboard-Setup mit enormer Ausdruckskraft und Flexibilität, das Stephan v. Bothmer speziell für seine Live-Filmmusik entwickelt hat. Damit spielt er moderne cineastische Melodien und Rhythmen ebenso wie Sounds und Geräusche, die er mit seiner virtuosen Fingertechnik künstlerisch live gestaltet. Bothmers Musik ist mal hypnotisch, mal von größter Emotionalität, mal schonungslos brachial, mal geradezu episch und dann wieder extrem intim.
Stephan Graf v. Bothmer
Der Student von Prag [Henrik Galeen, D 1926]
Psychothriller, Doppelgänger-Motiv, Kunstfilm, deutsche Romantik
Conrad Veidt spielt den Mann, der sein Spiegelbild, verkauft. Ein Meilenstein des psychologischen Fantasyfilms.
Für die Musik des faustischen Pakts in Der Student von Prag schöpft Stephan v. Bothmer aus den Tiefen der deutschen Romantik und verbindet sie am CineTronium mit modernsten cineastischen Klängen. Er seziert geradezu die zerrissene Persönlichkeit Balduins in seiner Musik; düster, melancholisch und von einer fatalen Schönheit.
„Der Student von Prag“ gilt als einer der ersten Autoren- und Kunstfilme der Filmgeschichte. Ein armer Student verkauft einem unheimlichen Fremden sein Spiegelbild – und verliert damit buchstäblich die Hälfte seiner Seele. Mit raffinierten Doppelbelichtungen macht der Film den inneren Zwiespalt sichtbar: Balduin und sein Spiegel-Ich treten im Duell gegeneinander an. Ein Kunstgriff, der nur im Kino existiert.
Gleichzeitig atmet der Film die Atmosphäre der deutschen Romantik: enge Gassen, Schlösser, Duelle, Schuld und Verhängnis. Liebe, Ehrgeiz und die Verlockung des schnellen Reichtums treiben den Helden in den Abgrund. „Der Student von Prag“ ist damit auch eine frühe Studie über den Preis des Erfolgs – und über das Grauen, das beginnt, wenn man sich selbst aus den Augen verliert. So greift der Autorenfilm die noch junge Psychoanalyse auf: das Spiegelbild als Symbol für das unbewusste Ich.
"Der Student von Prag" (1926) ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1913 und ist noch einmal leidenschaftlicher, dramatischer und die Seele Balduins ist noch zerrissener. Dies ist vor allem auf das Schauspiel der Starbesetzung zurückzuführen. Allen voran der geniale Conrad Veidt in seiner wohl besten Rolle.
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